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Pandemie und Digitalisierung — Die ersten zwei Wochen im Ausnahmezustand

02. 04. 2020 2 Min. Lesezeit CORE SYSTEMSdevelopment
Pandemie und Digitalisierung — Die ersten zwei Wochen im Ausnahmezustand
  1. März 2020. Die Regierung rief den Ausnahmezustand aus. Innerhalb von 48 Stunden musste 100% unseres Teams auf Heimarbeit umsteigen. Dank der Investitionen von Ende 2019 waren wir besser vorbereitet als die meisten — aber es war trotzdem nicht ohne Probleme.

Tag Null — Freitag, 13. März

Am Freitagmorgen beriefen wir ein Krisenteam ein. Die Entscheidung fiel schnell: Ab Montag arbeiten wir komplett remote. Das IT-Team verbrachte das Wochenende mit Vorbereitungen — wir skalierten die VPN von 20 auf 150 gleichzeitige Verbindungen, verifizierten Cloud-Dienste und erstellten Anleitungen.

WireGuard, Ende 2019 deployed, skalierte problemlos. Am Montagmorgen waren 87 Personen gleichzeitig verbunden und die VPN schwankte nicht einmal. Latenz von 3–5 ms gegenüber 15–20 ms beim alten OpenVPN war unverzichtbar.

Was funktionierte

Slack wurde unser virtuelles Büro. Wir führten Channels für Projekte ein, Text-Standups und optionale „Huddle Hours” für ein Gefühl der Präsenz. Die im Januar abgeschlossene Slack-Migration erwies sich als entscheidend.

Produktivität? Nach den ersten zwei Wochen: Anzahl der Commits stieg um 15%, Code-Review-Turnaround verkürzte sich von 6 auf 4 Stunden. Die Leute arbeiteten konzentrierter ohne Bürolärm.

Was nicht funktionierte

Drucken und Scannen. Prozesse, die physische Unterschriften erforderten, blockierten die Arbeit. Onboarding — ein neuer Entwickler begann in der ersten Lockdown-Woche. Kurier mit Laptop, vierstündiger Zoom, Miro Board. Es funktionierte, aber nicht ideal.

VDI-Leistung. Server waren nicht für 40 gleichzeitige Sessions dimensioniert. Dringender RAM-Kauf — Lieferung dauerte eine Woche, die längste in der Geschichte.

Slack-Nachrichten verdreifachten sich

Die Leute kompensierten das Fehlen persönlichen Kontakts durch Schreiben. Dinge, die ein kurzes Gespräch am Schreibtisch gelöst hätte, nahmen jetzt einen 15-minütigen Nachrichtenaustausch in Anspruch. Wir mussten asynchrone Kommunikation lernen — nicht alles braucht eine sofortige Antwort.

Drei zentrale Erkenntnisse

  • In Infrastruktur investieren vor der Krise
  • Alle Prozesse digitalisieren — nicht „wenn Zeit ist”, sondern jetzt
  • Kommunikation muss bewusst und strukturiert sein

Wir haben überlebt — und gelernt

Der Ausnahmezustand legte jede Schwachstelle in den Prozessen offen. Aber er zeigte, dass wir fähig sind, uns schneller anzupassen als erwartet. Die digitale Transformation, über die wir jahrelang gesprochen hatten, geschah in zwei Wochen.

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