März 2020. Am Freitag verließen wir das Büro „für ein paar Tage”. Es ist Juni und der Großteil des Teams arbeitet noch von zu Hause. Was hat sich in diesen drei Monaten verändert? Alles. Und überraschend vieles zum Besseren.
Woche 1: Panik und VPN¶
Unsere VPN war für 20 gleichzeitige Verbindungen ausgelegt. Am Montagmorgen loggten sich 150 Leute ein. Sie brach zusammen. Krisenmeeting (per Telefon, weil noch niemand Teams beherrschte). Bis Mittwoch hatten wir eine neue VPN-Infrastruktur auf Azure laufen — Auto-Scaling, Split Tunneling, MFA.
Lektion: Disaster-Recovery-Pläne hatten einen Abschnitt „Brand im Rechenzentrum”, aber keinen „alle arbeiten von zu Hause”. Das wird sich ändern.
Wochen 2–4: Remote-Work-Infrastruktur¶
Was sofort funktionierte: Git, Jenkins, JIRA, Confluence — alles cloudbasiert oder über VPN erreichbar. Was nicht funktionierte: die Telefonanlage (On-Premise), Drucker (schwer aus der Ferne zu nutzen), Unterschriftsprozesse (Papier + Stempel).
Microsoft Teams Deployment in 5 Tagen für das gesamte Unternehmen. Nicht ideal, aber es funktionierte. Training über Teams zu Teams — meta, aber notwendig.
Kunden: „Wir brauchen es JETZT”¶
Versicherungsunternehmen: Online-Schadensmeldung — von „für nächstes Jahr geplant” zu „in einem Monat benötigt”. MVP in 3 Wochen, React-Frontend, REST API, elektronische Unterschrift. Nicht perfekt, aber funktional. Kunden schickten Schadenfotos per Handy statt per Post. Zufriedenheit höher als beim Papierprozess.
Bank: Erweiterung des Online-Bankings um Funktionen, die zuvor „nur in der Filiale” verfügbar waren.
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