„Wir wollen keinen Vendor Lock-in, wir wollen Multi-Cloud.” Das hören wir von Kunden immer häufiger. Aber was bedeutet Multi-Cloud wirklich, wie viel kostet es und wann ergibt es Sinn?
Arten von Multi-Cloud¶
Arbitrage: verschiedene Workloads auf verschiedenen Clouds (SAP auf Azure, ML auf GCP). Redundant: derselbe Workload auf mehreren Clouds für DR. Portabel: Workloads, die zwischen Clouds übertragbar sind.
Warum die meisten Unternehmen kein „echtes” Multi-Cloud brauchen¶
Redundantes Multi-Cloud verdoppelt die Komplexität: Networking, IAM, Monitoring, Billing — alles doppelt. Abstraktionsschichten (Terraform, Kubernetes) helfen, aber cloudspezifische Dienste (RDS, BigQuery, Cosmos DB) lassen sich nicht abstrahieren.
Wann Multi-Cloud Sinn ergibt¶
- Regulierung: Data-Residency-Anforderungen → andere Cloud für andere Region
- Best of Breed: ML auf GCP, SAP auf Azure, E-Commerce auf AWS
- Akquisitionen: Ein Unternehmen kauft ein anderes auf einer anderen Cloud
- Verhandlungsposition: Die Möglichkeit zu wechseln verbessert die Verhandlungsposition
Unsere Empfehlung¶
Primary Cloud + Exit-Strategie. Wählen Sie eine Cloud als primäre, nutzen Sie ihre Managed Services voll aus (das ist der ganze Sinn der Cloud), aber halten Sie architektonische Prinzipien ein, die eine potenzielle Migration vereinfachen.
Multi-Cloud ist eine Strategie, kein Ziel¶
Betreiben Sie Multi-Cloud nicht um des Multi-Cloud willen. Haben Sie einen klaren Grund für jede Cloud, die Sie nutzen. Und investieren Sie in portable Skills (Kubernetes, Terraform).
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