Oracle Recovery Manager ist die einzig richtige Methode zur Sicherung einer Oracle-Datenbank. Aber die korrekte Konfiguration und das Testen erfordert Erfahrung. Hier sind unsere Best Practices nach drei Jahren im Produktionsbetrieb.
Backup-Typen¶
Full Backup (Level 0): eine vollständige Kopie aller Datenblöcke. Inkrementell (Level 1): nur geänderte Blöcke seit dem letzten Backup. Kumulativ inkrementell: geänderte Blöcke seit dem letzten Full Backup. Unsere Strategie: Full am Sonntag, inkrementell jeden Tag.
Block Change Tracking¶
Ohne BCT muss RMAN jeden Block lesen, um festzustellen, ob er sich geändert hat. Mit BCT wird eine Karte der geänderten Blöcke gepflegt — inkrementelle Backups sind um Größenordnungen schneller. Aktivierung: ALTER DATABASE ENABLE BLOCK CHANGE TRACKING.
Point-in-Time Recovery¶
Mit Archive Logs können Sie die Datenbank zu jedem beliebigen Zeitpunkt wiederherstellen. RMAN RESTORE DATABASE, RECOVER DATABASE UNTIL TIME ‘2013-01-27 14:30:00’. Ein Sicherheitsnetz für menschliche Fehler (DROP TABLE) und Korruption.
Katalog vs. Control File¶
RMAN kann Metadaten im Control File oder in einem separaten RMAN-Katalog (ein weiteres Oracle-Schema) speichern. Für die Produktion empfehlen wir den Katalog — ein zentraler Ort für Backup-Metadaten über mehrere Datenbanken hinweg, mit besserem Reporting.
Tests¶
RMAN VALIDATE prüft die Backup-Integrität ohne tatsächliche Wiederherstellung. RESTORE DATABASE VALIDATE simuliert eine Wiederherstellung. Vierteljährlich führen wir eine tatsächliche Wiederherstellung auf einen Testserver durch.
Regeln¶
- Full wöchentlich, inkrementell täglich. 2. Block Change Tracking aktiviert. 3. Archive Logs auf separatem Storage. 4. RMAN-Katalog für Multi-DB-Umgebungen. 5. Recovery regelmäßig testen.
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